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Warum es keine falschen Entscheidungen gibt.

Ja. Nein. Vielleicht.

Sich zu entscheiden heißt immer eine Wahl zu treffen und sich damit in dem Moment auch gegen etwas zu entscheiden. „Was, wenn es die falsche Entscheidung ist?“ „Was, wenn sich so eine Gelegenheit nie wieder bietet und ich die falsche Wahl treffe?“ „Was, wenn ich es hinterher bereue?“ In etwa so sieht es in unserem Kopf aus, wenn wir vor einer Entscheidung stehen. Und weil wir bei neuen Entscheidungen die Konsequenzen nicht genau abschätzen können, zögern wir, wägen ab und überlegen hin und her. Oft Wochen, Monate oder Jahre. Wir, genauer gesagt unser Verstand, sucht nach absoluter Sicherheit, nach einer Garantie, die uns aber niemand geben kann. Und so bleiben wir da, wo wir sind und führen ein (Berufs-)Leben in der Komfortzone, in der wir uns zwar sicher fühlen, aber nicht glücklich sind. Statt Lebendigkeit, Wachstum und neue Erfahrungen entscheiden wir uns für „Täglich grüßt das Murmeltier“. Für ein Leben in gewohnten Bahnen. Und trotz dieser Sicherheit sehnen wir uns nach mehr. Mehr Sinn. Mehr Abenteuer, mehr Erfüllung.

Was wäre denn, wenn wir durch jede neue Entscheidung immer nur gewinnen könnten?

Lebensqualität statt Sicherheit

Mir ging es früher vor Entscheidungen genau so. Heute weiß ich, dass es keine falschen Entscheidungen gibt. Denn mit meiner Entscheidung Tourismus zu studieren konnte ich meine Leidenschaft für Sprachen und das Reisen ausleben. Wenn anfangs auch nicht bewusst gewählt, so passte auch mein Job in den Kommunikationsagenturen zu mir. Ich konnte in einem abwechslungsreichen und kreativen Job mit vielen unterschiedlichen Menschen zusammenarbeiten. Weil mir aber inhaltlich etwas fehlte, habe ich seitdem eine Reihe neuer Entscheidungen getroffen:

  • ich kündigte Anfang 2019 meinen Agenturjob
  • nahm mir eine 11-monatige Auszeit
  • fing einen Teilzeitjob an
  • machte parallel eine Ausbildung zum Life Coach und
  • und erst vor 2 Monaten habe ich entschieden mich selbständig zu machen

Anders als früher habe ich bei diesen Entscheidungen nicht mehr eine vermeintliche Sicherheit oder Garantie zum Maßstab gemacht, sondern das, was ich mir für die Zukunft wünsche und was mir wichtig ist: Freiheit, Wachstum, Lebendigkeit und vor allem die Möglichkeit, etwas zu tun, dass mir Freude macht und mich erfüllt. Mit dem Wissen, dass es nicht ums Ankommen geht, sondern um die Reise, und das ich immer auf die Füße fallen werde.

Die Summe deiner Entscheidungen ist dein Leben

Auch wenn mir in früheren Jobs immer etwas fehlte: Keine der getroffenen Entscheidungen war falsch. Sie waren alle Puzzleteile, die mich selbst haben wachsen und besser kennenlernen lassen und die mich genau an diesen Punkt geführt haben. Nichts war umsonst. Ich habe auf meinem bisherigen Weg schöne und weniger schöne Erfahrungen gemacht. Und wenn ich morgen, in 1, 2 oder 5 Jahren eine neue Entscheidung treffe oder einen neuen Weg einschlage, dann werden auch daraus wieder wunderbare neue Situationen, Momente und Begegnungen und sicherlich auch die ein oder andere Herausforderung entstehen. Und genau das, macht für mich das Leben aus. Es ist nicht schwarz oder weiß. Es ist bunt. 

Fazit:

Warte nicht auf den perfekten Moment, die perfekte Entscheidung. Geh’ los, verändere etwas, wenn du nicht da bist, wo du gern wärst. Schritt für Schritt. Das wahre Leben beginnt hinter der Komfortzone.

3 Tipps, wie du Entscheidungen treffen solltest

  1. Stelle deine Lebensqualität in den Vordergrund: Wie könnte dein Leben in 5 Jahren aussehen, wenn du diese Entscheidung triffst. Und wie, wenn du es nicht tust? Was davon fühlt sich intuitiv besser an?
  2. 100 % Sicherheit gibt es nie. Verschaffe dir einen Überblick und dann entscheide dich in kurzer Zeit auf der Grundlage, die du hast. Sie ist ausreichend.
  3. Mache dir bewusst, dass keine Entscheidung auch eine Entscheidung ist. Was entgeht dir alles durch das Nichtentscheiden und wieviel Energie kostet dich dieser Zustand?

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